Verfasst von: Johanne | Februar 1, 2008

Le grand froid and (strange) ways to cope with it

Nun, heute durften wir, nach gefrorenem Regen und daraus resultierender lebensgefährlicher Glätte, wieder einen Schneesturm erleben. Gerade sitze ich in der Bibliothek für Islamstudien und schaue aus dem Fenster (die teilweise aus Ornamenten bestehen weil das Gebäude früher ein Kloster war), und ich sehe nicht viel mehr als eine Wand aus dicken Schneeflocken. Ich liebe das. Auch wenn mein Tee schneller kalt wird, wenn ich von einem Gebäude zum nächsten Haste. Gott sein Dank sind viele Gebäude aber über unterirdische Gänge miteinander verbunden, die einem den Weg durch die Kälte ersparen. Leider aber noch nicht alle.

Dabei ist es momentan gar nicht besonders kalt, und die Temperaturen schwanken auch immer wieder heftig. Was den Aufenthalt an der frischen Luft aber unerträglich macht, ist der frostige Wind, der durch die Straßen pfeift und einen vor sich her scheucht. Wenn der Wind nicht da ist, ist das Wetter sehr erträglich. Und doch bringt der Winter doch merkwürdige Seiten im Menschen hervor. So stapeln sich auf unserem Küchentisch gleich neben der Balkontür Dosen und Schachteln, die in unsere grünen Boxen für das Recycling gehören… ja, es ist so unangenehm, die Tür aufzumachen, weil dann in einer Sekunde so viel eiskalte Luft in die wohlig warme Wohnung geweht wird. Also hamstern wir den Müll und machen nur selten die Tür auf.

Dieser Müll war vorher auch DIE Fundgrube für unsere besten Freunde, die Eichhörnchen. Faszinierend ist, dass sie scheinbar keinen durchgehenden Winterschlaf halten, sondern dann und wann auf unserem Balkon wieder aukreuzen. Diese Viecher sind auch so genial, dass sie Schokoladenstücke, die sie in einer Packung gefunden haben, direkt neben der Box im Schnee vergraben.

Dabei haben wir noch Glück gehabt, denn von Molly hörte ich, dass sie in der ersten Nacht in ihrer Wohnung von einem Waschbären heimgesucht wurden, der sich nur sehr unwillig wieder trollte. Ich glaube, mir diesen Tieren ist wirklich nicht zu spaßen.


Antworten

  1. Ach, da wird mich ja noch was erwarten in ein paar Wochen…aber ich freu mich! Hier gab es ja keinen wirklichen Winter.
    Nun ja, ich sitze hier und sollte eigentlich Geostatistik, Landschaftsplanung oder oder oder lernen aber ich muss zugeben, dass mich heute am Rosenmontag ein wenig die heimischen Karnevalsgefühle eingeholt haben (ja, selbst mich eigentlich Unjecke :-) und ich nun hier sitze und einen 100% Jeck-Stream höre. Das kommt dann wohl davon, wenn man so selten zu Hause ist :-)
    Ui, fast nur noch 2 Wochen, ich freu mich!
    deine Lissa

  2. Oh Johanne, meinst du bei mir wird es auch so kalt????
    ICH GEHE NÄMLICH AN DIE MGIMO!!
    Yippieh!!
    Kuss,

    Sarah

  3. Oh Sarah… mindestens!

  4. Kuss! Ich vermiss dich!


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